09.02.2015

Investition in die Zukunft

Die Schweizer Zweiradbranche hat seit Anfang des Jahres einen allgemein verbindlichen Berufsbildungsfond. Gestützt auf einen Beschluss des Bundesrats sind Velowerkstätten und Motorradhändler verpflichtet, einen finanziellen Beitrag an die berufliche Aus- und Weiterbildung zu leisten. Fachmärkte mit Fahrradwerkstätten sowie Importeure mit eigenen Service-Werkstätten sind ebenfalls zu Beitragszahlungen verpflichtet. Fortan werden pro Unternehmen und Jahr eine Pauschale von 200 Franken und pro Mitarbeiter 50 Franken zugunsten des Fonds fällig. Für Lernende sowie den Geschäftsführer müssen keine Kopfbeiträge entrichtet werden.

Mit dem Berufsbildungsfonds werden die Ausbildungskosten in der Branche auf breiteren Schultern verteilt. Denn auch Großverteiler, die Fahrräder verkaufen aber keine Fahrradmechaniker ausbilden, profitieren von ausgelernten Fachkräften. Der Solidaritätsbeitrag soll helfen, den Status der Berufslehre weiter zu festigen. Dem Branchenverband 2rad Schweiz schwebt vor, mit dem Geld etwa die überbetrieblichen Kurse der drei Grundausbildungen zu subventionieren. Auch für die berufliche Weiterbildung oder die Imagepflege könnten Teile des Fonds künftig genutzt werden.

Das schweizerische Berufsbildungsgesetz erlaubt die Einrichtung von Berufsbildungsfonds explizit. So kennt etwa das Auto-Gewerbe seit über acht Jahren eine solche Kasse. Und auch die Ausbildung von Gärtnern, Maurern sowie über achtzig weiteren Berufen wird mit Solidaritätsbeiträgen der entsprechenden Branchen gefördert.

Quelle: velojournal.ch