18.05.2015

Globaler Markt für Bike Sharing wächst jährlich um 20 Prozent

Innovative Mobilitätsangebote und gewandelte Verbrauchergewohnheiten verändern immer stärker den traditionellen Personennahverkehr. Immer mehr Menschen greifen in den Städten auf Bike Sharing-Angebote zurück. Mobilitätslösungen rund um das Fahrrad werden deshalb in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum erleben: durchschnittlich 20 Prozent pro Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie "Bike Sharing 4.0" von Roland Berger Strategy Consultants. Bis 2020 werde der globale Markt für Bike Sharing voraussichtlich ein Marktvolumen zwischen 3,6 und 5,3 Milliarden Euro erreichen, heißt es in der Studie.

"Der Markt für Bike Sharing-Lösungen zeigt ein erhebliches Potenzial in der ganzen Welt", erklärt Roland-Berger-Partner Tobias Schönberg. "Doch das Geschäftsmodell der Anbieter muss genau durchdacht sein, damit es tatsächlich erfolgreich sein kann."

Schon in den vergangenen Jahren habe sich in den großen Ballungszentren der Welt ein deutlicher Trend in Richtung Fahrradnutzung abgezeichnet, heißt es in einer Pressemitteilung: Allein zwischen 2008 und 2013 wuchs der weltweite Bike Sharing-Markt um 34 Prozent jährlich und erreichte ein Marktvolumen von 1,3 Milliarden Euro. Der Fahrradbestand stieg von rund 24.000 auf über 640.000 Fahrräder. Der stärkste Markt ist Asien mit knapp 460.000 Leihfahrrädern, gefolgt von Zentraleuropa mit fast 147.000 Einheiten.

Dabei können die Geschäftsmodelle sehr profitabel sein, wenn sie vernünftig aufgesetzt werden; die EBIT-Margen können hier bei 10 bis 15 Prozent liegen. "Das hängt stark von der lokalen Nachfrage, aber auch vom Finanzierungsmodell der einzelnen Anbieter ab", sagt Tobias Schönberg. "Die laufenden Kosten für Instandhaltung, Flächenmiete oder Versicherung halten sich dagegen eher in Grenzen."

Die Studie hat sechs Erfolgsfaktoren für profitable Bike Sharing-Konzepte identifiziert: Diese sind Flächendeckendes Ausleihnetz, Multimodale Integration, einfache Handhabung, attraktive Preise, hochwertige Fahrräder und öffentliche Unterstützung.

„Für private Investoren entstehen im Bike Sharing-Sektor neue Investitionsalternativen mit attraktiven Renditen", erklärt Schönberg. "Doch auch weitere Unternehmen werden sich immer stärker an der Wertschöpfungskette des Bike Sharing-Marktes beteiligen."

So werden digitale und technische Innovationen die neuen Produktangebote sehr stark beeinflussen. Dazu gehört z.B. der Einsatz von GPS-Geräten, um den Nutzern die Navigation zu erleichtern.

Die vollständige Pressemitteilung findet sich hier.