02.06.2017

Berlin träumt

Nach der ersten Vorstellung des Projektes 'Radbahn' 2015 waren die Enthusiasten so entzückt wie die Skeptiker mürrisch. Ein neun Kilometer langer Fahrradweg mitten durch die Stadt vom Berliner Zoo zur Warschauer Straße unter der unter dem Hochbahn-Viadukt der U1? 'Das klappt so nie!', hieß es, zu viele Problemzonen lagen auf der Strecke. Doch die just veröffentlichte Potenzialanalyse, das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit Planern und Spezialisten, kann sich sehen lassen. Die Routenführung an den kritischen Kreuzungen ist verkehrsplanerisch gründlich durchdacht und zum Teil verändert worden.  
Auf der neuer Website zeigt sich die Vision 'Radbahn', nun zum detaillierten Konzept gereift "...nicht mehr länger 'nur' die Idee eines bunten Teams von Engagierten, sondern das Vorhaben einer stetig wachsenden Koalition aus Zivilgesellschaft und Unternehmen.", so die Macher. Zu dieser Koalition gehören inzwischen immerhin der Berliner Senat, die Berliner IHK, VisitBerlin und zahlreiche weiteren Akteure. Der eigens gegründete Verein 'paperplanes' e.V. gibt dem 'Team der Engagierten' nun auch einen rechtlichen Rahmen.
Auch wenn noch Fragen offen bleiben und die Realisation erst einmal in weiter Ferne scheint, bleibt den Planern für die gewagte Idee zu danken.
Ein Leuchtturmprojekt soll es werden - strahlen tut es jetzt schon!