22.05.2017

ADFC Fahrradklimatest: Kein 'Daumen hoch' von Radfahrenden!

Die vom Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderte Studie wurde am 19.05.2017 von den anwesenden Kommunalpolitikern mit Spannung erwartet. So sind die Platzierungen schließlich für die einen verdientes Lob für Bemühungen für den Radverkehr, für andere der Ansporn für weitere nötige Vorhaben. In den jeweiligen Kategorien konnten sich die Vertreter aus Münster, Göttingen, Bocholt und Reken über den ersten Rang freuen, auch wenn die größeren Städten (über 100.000 Einwohner) nicht besser als mit 'drei' bewertet wurden. In der Kategorie 'Aufholer', wurden diejenigen Städte ausgezeichnet, die im Vergleich zum letzten Test 2014 die größte Verbesserung erzielen konnten. Hier siegten Bochum, Pforzheim, Marburg und Baunatal. Die genauen Zahlen dazu, sind auf der Seite des  ADFC-Fahrradklimatests nachzulesen. 
Mit der Veröffentlichung des neuesten Fahrradklimatests zeigt sich aber auch, dass die Zufriedenheit der Radfahrenden in Deutschland insgesamt leider weiter rückläufig ist. Die 120.000 Teilnehmenden vergaben zwar auch gute Noten, beispielsweise im Bereich 'Erreichbarkeit der Innenstadt', die wichtigen Rubriken wie das 'Sicherheitsgefühl beim Radfahren' und die 'Qualität der Radwege' wurden aber gerade so mit 'befriedigend' bewertet. Am meisten wurden zu schmale Radwege, Falschparker, ein mangelhafter Winterdienst, fehlende Abstimmungen der Ampelschaltungen, sowie Baustellenführungen kritisiert.
Kommunale Politik und auch Bundespolitik haben nun die Chance, Konsequenzen aus diesem Meinungsbild zu ziehen und eine Förderung des Radverkehrs als umwelt-/ klimaschutz- und gesundheitspolitische Maßnahme auch ausgehend von dieser "Defizitliste" realisieren. Sie sollten sie nicht verstreichen lassen...