Mobilitätswende

Bundesoffensive Radverkehr – wie Deutschland in 4 Jahren zum Fahrradland wird

20.04.2020, 9:00 Uhr - 9:45 Uhr
Mit den Beschlüssen im Klimapaket zum Radverkehr hat sich die Bundesregierung ehrgeizige Ziele für den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur in Deutschland gesetzt. Durch Umwidmung von Kfz-Spuren in Protected Bike Lanes auf den Hauptstraßen und der Ausweisung von Fahrradstraßen im Nebennetz sollen in kurzer Zeit „geschlossene Netze für den Radverkehr“ realisiert werden. Dafür gibt es von der Bundesebene in den nächsten 4 Jahren Rekordmittel von 1,45 Mrd € für die Kommunen. Mit den Änderungen der StVO und dem Rückenwind durch das neugegründete Bündnis für Mobilität haben Kommunen nun die Chance, schnell gute Netze umzusetzen und zu echten Fahrradstädten zu werden. Wie sie dies erreichen, wo es bereits gute Beispiele dafür gibt, welche Rolle die Wirtschaft spielen kann und was der ADFC vorhat, wird ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork gemeinsam mit seinem US-Kollegen Randy Neufeld erläutern.

Burkhard Stork, Bundesgeschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs e. V. (ADFC)


Die EU und das Rad - Der Blick von Innen

20.4.2020, 10:00 - 10:45 Uhr
Jacques Delors, einem der Gründerväter der EU wird im Allgemeinen das Zitat zugeschrieben: "Europa ist wie ein Fahrrad. Hält man es an, fällt es um." In den Europäischen Institutionen werden viele Entscheidung getroffen, die relevant für die Radverkehrspolitik aber auch insbesondere für die Fahrradindustrie sind.Letztere zeigen ihre Relevanz meist erst auf den zweiten Blick. Beispiele sind die vorgeschlagene Reform der Mehrwertsteuer oder Änderungen bei der Versicherungspflicht von Zweirädern.In diesem Forum soll über die relevanten Akteure in Brüssel informiert und darüber diskutiert werden wo und wie es Sinn macht sich in diesem Umfeld verstärkt zu engagieren.

Philipp Cerny, Brüssel-Insider und freier Berater (DE/DK/BE)

zeitgleich

Radverkehrsförderung in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen

20.4.2020, 10:00 - 10:45 Uhr
Sowohl in den Ballungsräumen von Nordrhein-Westfalen als auch in den ländlichen Gebieten Niedersachsens kann das Fahrrad ein wichtiges Verkehrsmittel sein, wenn die Rahmenbedingungen für den Radverkehr stimmen. Während es in NRW schon seit 27 Jahren die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise (AGFS) gibt, ist eine vergleichbare Organisation in Niedersachsen und Bremen (AGFK) erst seit wenigen Jahren aktiv. Beiden gemeinsam ist das Bemühen, die Bedingungen für den Radverkehr zu verbessern. Aus NRW kennt man Projekte wie den Radschnellweg RS 1 oder die Nordbahntrasse in Wuppertal, aus Niedersachsen ist vielen der E-Radschnellweg Göttingen bekannt. In dieser Veranstaltung berichtet Peter London aus dem Düsseldorfer Verkehrsministerium über den Stand der Radverkehrsförderung in NRW. Anschließend präsentiert Edwin Süselbeck, Geschäftsführer der AGFK Niedersachsen/Bremen, Aktivitäten aus Niedersachsen und besonders auch die Planungen für Radschnellverbindungen.

Peter London, Minsterium für Verkehr des Landes NRW /
Edwin Süselbeck, AGFK Niedersachsen / Bremen


Growing cycling in a time of rapid change. What Germany and the US can learn from each other?

20.4.2020, 11:00 - 11:45 Uhr 
Technology and climate policy will quickly change the ways people move around in the 2020’s. Cycling will remain a relevant and vital solution to mobility, health and environmental problems. But growing cycling in the next decade is going to get a lot more complicated. Policy and street standards will change to respond to new vehicle types, energy sources and economics. Scooters and micro-vehicles will compete for riders and space in the bike lanes. All types of everyday cycling, tourism, leisure cycling, and cargo will be impacted. Governments in Germany, the US and globally are responding to the challenges and planning cycling's future. Hear ideas for the cycling industry's most important strategies and how to work together with agencies, cities, and civil society groups to grow cycling.

Der Vortrag wird von Randy Neufeld (SRAM) gemeinsam mit Burkhard Stork (ADFC) in englischer Sprache gehalten.

Randy Neufeld, SRAM

zeitgleich

Verschiedene Wege für mehr Radverkehr in Berlin und Hamburg

20.4.2020, 11:00 - 11:45 Uhr
In den Ballungsgebieten gibt es für den Radverkehr ein enormes Potenzial, weil die zurückzulegenden Wege meist relativ kurz sind. Berlin war durch die „Initiative Volksentscheid Fahrrad“ bundesweit in den Schlagzeilen. Über das hierdurch angestoßene Berliner Mobilitätsgesetz wurde bundesweit berichtet. In Hamburg wurde 2016 durch den Ersten Bürgermeister sowie Vertreter des Senats und der Bezirke ein „Bündnis für den Radverkehr“ geschlossen. Kernstück ist ein Arbeitsprogramm zur konkreten Umsetzung und Vorgaben zu landes- und Bezirks übergreifenden Maßnahmen im Bereich Infrastruktur, Service und Kommunikation.
In dieser Veranstaltung berichtet Peter Feldkamp von der Koordinierungsstelle Radverkehr beim Berliner Senat über Ziele und Umsetzungsstand des Mobilitätsgesetzes in der Hauptstadt. Anschließend präsentiert Hamburgs Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue den aktuellen Stand der Dinge und die Bestrebungen, das Bündnis zu aktualisieren. In der Veranstaltung wird deutlich werden, welche Ähnlichkeiten der Konzepte es gibt und in welchen Punkten beide Städte unterschiedliche Wege gehen.

Kirsten Pfaue, Radverkehrskoordinatorin der Stadt Hamburg /
Peter Feldkamp, Koordinierungsstelle Radverkehr der Berliner Senatsverwaltung


Im Fahrradministerium – Initiativen des BMVI für mehr Radverkehr

20.4.2020, 12:00 - 12:45 Uhr
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) prognostiziert, dass das Verkehrswachstum in Deutschland noch lange kein Ende gefunden hat. Um Mobilität weiterhin zu sichern, um dabei gleichzeitig aber auch das Klima und die Menschen zu schützen, müssen daher neue Wege beschritten werden. Ein großes Potential besteht dabei in der Verlagerung auf das Fahrrad. Denn über 40 Prozent der Wege – egal ob in der Stadt oder auf dem Land –, die heute mit dem Auto gemacht werden, sind kürzer als 5 Kilometer. Das BMVI hat daher seit 2018 Schritt für Schritt viele Initiativen gestartet, um den Fahrradverkehr voran zu bringen. Die Referentin, Karola Lambeck, ist die Radverkehrsbeauftragte des Bundesverkehrsministeriums und berichtet über die aktuellen Entwicklungen.

Karola Lambeck, Radverkehrsbeauftragte Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)