Forum Neue RADwege

Kommunale Radverkehrsförderung am Beispiel von Berlin – Erfahrungen aus der Praxis

17.4.2018, 9:00 - 9:45 Uhr

Das Fahrrad ist als wichtige Säule städtischer Alltagsmobilität aus der kommunalen Verkehrspolitik nicht mehr wegzudenken. Die Fahrradnutzung steigt, gleichzeitig sorgen Pedelecs und eine diversifizierte Produktpalette bis hin zum Wirtschaftsverkehr für einen immer breiteren Nutzen des Fahrrads in der Stadt. Wie reagiert darauf kommunale Radverkehrsförderung? Warum geht es damit in der Wahrnehmung vieler nur schleppend voran? Burkhard Horn hat über 25 Jahre lang für Kommunen als Verkehrsplaner gearbeitet, zuletzt als Abteilungsleiter „Verkehr“ beim Berliner Senat. Er berichtete aus seinen langjährigen Erfahrungen (auch in Gremien des Deutschen Städtetags und des Bundes) und zog daraus seine Schlussfolgerungen für zukünftige Strategien zur Förderung des Radverkehrs: die aktuelle Fokussierung auf die Schaffung separater Radverkehrsinfrastruktur greift viel zu kurz…

Burkhard Horn, Mobilitätsberater www.burkhardhorn.de


Reducing Cycling Injury Risk: New Research from London

17.4.2018, 10:00 - 10:45 Uhr

Dr. Rachel Aldred talked about new research looking at how various factors affect cycling injury risk in London, including motor vehicle speed limits and volumes, and cycling volumes. Research using Transport for London's Cymenon cycling flow model allowed us to look at risk per km for people cycling on different types of road. Findings suggest that cutting the amount of motor traffic and the speed at which they are permitted to travel will improve cycling safety. Bus lanes (which cyclists mostly share in the UK) did not provide a safety benefit after other factors were controlled for. The more cyclists on a route, the safer each cyclist is - so building routes that generate new cycle trips can keep people cycling safer too.

Your presentation is available here.

Rachel Aldred, Westminster Universität 


Zukunftsperspektiven für die ökomobile Stadt

17.4.2018, 11:00 - 11:45 Uhr

In der globalen Debatte um die nachhaltige Stadt der Zukunft ist das Konzept einer neun Kilometer langen, überdachten Radbahn eine besonders konkrete Wortmeldung. Die Radbahn will den vergessenen Raum unter Berlins berühmter U1-Hochbahn in eine pulsierende urbane Hauptschlagader verwandeln. Sie ist damit ein Spielfeld für zeitgemäße Mobilität, Innovation und Freizeitangebote. Die ortsspezifische Betrachtung dieses linearen Berliner Stadtkorridors zeigt, wie viele Dimensionen sich auftun, wenn Infrastruktur neu, kreativ und inklusiv gedacht wird. Über verkehrliche Lösungen hinaus bietet die Radbahn vor allem auch enorme gesellschaftliche Chancen für ein wachsendes Berlin. Denn Investitionen in den Radverkehr haben nicht nur positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit und Umwelt, sondern sie bringen auch deutliche Vorteile für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Kultur.

Max Hoor, Humangeograf und Mobilitätsforscher, paper planes e.V.

Volksentscheid Fahrrad – Verkehrswende eingeleitet

17.4.2018, 11:00 - 11:45 Uhr

Mit Erstaunen nahm die Radverkehrsszene in Deutschland wahr, was sich in Berlin anbahnte und dort vor zwei Jahren begann. Die „Initiative Volksentscheid Fahrrad“ gewann in kurzer Zeit eine beispiellose Bedeutung in der öffentlichen Diskussion um die Radverkehrsförderung in der Hauptstadt und setzte den Senat unter enormen Druck. Es gelang ihr, das angestrebte Radverkehrsgesetz zu einem Top-Wahlkampfthema zu machen. Nach einem ersten eigenen Entwurf profilierte sie sich dabei als starker Verhandlungspartner für den gemeinsamen Senatsentwurf und die konkrete Umsetzung durch den neuen Senat. Es versteht sich von selbst, dass dieser Prozess nicht ohne Druck und Konflikte von statten gehen konnte. In seinem Vortrag zeigte Heinrich Strößenreuther, Initiator des Volksentscheids, mit welcher Strategie die Initiative so erfolgreich sein konnte – und welche Stolpersteine es auf dem Weg gab.

Seinen Vortrag können Sie hier nachlesen.

Heinrich Strößenreuther, Geschäftsführer Agentur für clevere Städte


Fahrradmonitor 2017 – Aktuelle Daten und Schlussfolgerungen

17.4.2018 ,12:00 - 12:45 Uhr

Der Fahrradmonitor erhebt alle zwei Jahre das subjektive Stimmungsbild der Radfahrenden in Deutschland. 2017 wurden rund 3.000 Bürgerinnen und Bürger von der Sinus Markt- und Sozialforschung GmbH befragt. Der Monitor wird im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans 2020 vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Er zeigt, wie Radfahrende und Nicht-Radfahrende über die Infrastruktur und weitere Rahmenbedingungen für den Radverkehr denken, welche Wünsche und Erwartungen sie haben und welche Hemmnisse bei der Fahrradnutzung aktuell bestehen. Über eine Zeitreihe der Studie werden Veränderungen über die Jahre deutlich, so dass sich Trends abschätzen lassen. Der Fahrradmonitor ist eine präzise Statusbeschreibung und ermöglicht den Akteuren der Radverkehrspolitik, Schlussfolgerungen für künftige Maßnahmen zu ziehen. In ihrem Vortrag stellte Frau Dr. Diana Huster, Leiterin der Projektgruppe Nationaler Radverkehrsplan beim BMVI, die aktuellen Daten vor." 

Ihren Vortrag können Sie hier nachlesen.

Dr. Diana Huster, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Radschnellwege in Deutschland - von der Vision zur Umsetzung

17.4.2018, 12:00 - 12: 45 Uhr

Sie sind DIE Innovation der letzten Jahrzehnte in Sachen Radverkehrsinfrastruktur. Die Idee kam aus vom Land NRW, doch inzwischen hat auch der Bund Freude an ihnen gefunden und finanziert ihre Entwicklung mit: Radschnellwege gelten als große Hoffnung für einen expandierenden Radverkehr in Ballungsräumen und darüber hinaus. Doch die Umsetzung neuer Konzepte dauert lange in Deutschland. Welche Trassen sind bisher im konkreten Planungsstadium? Welche befinden sich bereits im Bau? Und auf welchen kann man heute schon entspannt und zügig radeln? Ulrich Malburg, Referatsleiter im Ministerium für Verkehr des Landes NRW, gab einen aktuellen Statusbericht mit Schwerpunkt NRW, aber auch einen Überblick der andernorts konkret vorangetriebenen Projekte. Dabei wurde deutlich, dass innovative Projekte nur in einem positiven Umfeld gedeihen können. Christine Fuchs, Vorsitzende der AGFS in NRW, zeigte in welcher Weise das Netzwerk der AGFS-Mitgliedskommunen hier unterstützend gewirkt hat.

Zum Nachlesen: Vortrag Ulrich Malburg,
Vortrag Christine Fuchs

Ulrich Malburg, Verkehrsministerium NRW
Christine Fuchs, Vorstand AGFS