13.04.2017

Die Mehrheit der Deutschen will Mobilitätswandel

Auch in der jüngst vorgestellten repräsentativen Umfrage des Bundesumweltministeriums (BMUB) und des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt sich, was Experten und Verbände seit längerem proklamieren - ein Bewusstseinswandel bezüglich des Umwelt- und Klimaschutzes hat in den Köpfen der Menschen längst begonnen. Die Bedeutung von Umweltschutz und Nachhaltigkeit als Voraussetzung für eine substanzielle Verbesserung der Lebensqualität Aller ist großen Teilen der Bevölkerung bewusst.
So sind 91% der Befragten der Meinung, dass ihr Leben durch eine geringere Abhängigkeit vom Auto besser würde. Rund die Hälfte aller Autofahrer kann sich vorstellen, das Auto zugunsten des ÖPNV stehen zu lassen. Und auch bezüglich der Fahrradnutzung zeigt sich der klare Wunsch nach Veränderung. Ein Drittel der Befragten nutzt bereits mehrmals wöchentlich das Fahrrad, unter bestimmten Voraussetzungen würden zwei Drittel sogar häufiger Radfahren.
Jetzt ist vor allem die Politik in den Städten und Gemeinden gefragt und kann sich über den Rückhalt der Wähler freuen. Fast 80% der Befragten wünschen sich eine Stadtentwicklung, die den alternativen Verkehr stärkt. Eine Stadt- und Regionalentwicklung, die das Auto leicht verzichtbar macht, stößt sogar bei 91% der Befragten auf Akzeptanz.
Die nötigen Mittel für die Finanzierung wichtiger Projekte sollten, so UBA-Präsidentin Maria Krautzberger, durch den Abbau umweltschädliche Subventionen bereitgestellt werden. Immerhin wird der Verkehrssektor, laut Berechnungen des UBA, derzeit mit mehr als 28 Milliarden Euro pro Jahr subventioniert.