25.05.2018

Nach vivavelo ist vor vivavelo

Nach all der intensiven Vorbereitung und Vorfreude war dann doch alles wieder viel zu schnell vorbei. Der fünfte vivavelo Kongress erfreute die Teilnehmenden mit interessantem Input, spannenden Diskussionen und einem wie gewohnt intensiven Branchenaustausch zu den relevanten Themen: von der Suche nach neuen Lösungen für alte Probleme bezüglich des Leasings beispielsweise, über eine kreative Handhabung von Nachwuchssorgen (wie in der Podiumsdiskussion am zweiten Tag thematisiert), bis zu neueste technische Entwicklungen in den Bereichen E-Antriebstechnologien - das thematische Spektrum des zweiten Kongresstages war breit aufgestellt und ging in der Konzeption auch voll auf.

Der erste Tag, traditionell dem Austausch zwischen Politik und Branche gewidmet, brachte einige inhaltliche Überraschungen: hier zu nennen sei unbedingt der Vortrag von Professor Gössling mit seiner ernüchternden Gegenüberstellung des volkswirtschaftlichen Nutzens des Fahrrades zu den ungedeckten Kosten des Autos, die jährlich von der Gemeinschaft zu tragen sind. Aber auch die Keynote des Parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann ließ aufhorchen. Als persönliche Ziel definierte er einen Radverkehrsanteil von 25% und die Fortschreibung des Nationalen Radverkehrsplanes bis 2030 mit einer anschließenden Integration in den Verkehrswegeplan, in den der Radverkehr natürlicherweise gehöre. Auf Podium und im Publikum war auch der deutliche Ruf nach einer umfassenden Mobilitätswende und einer substanziellen Förderung des Radverkehrs als zwingende Voraussetzung für die Erreichung der Klimaschutzziele zu vernehmen. 

Dass bei alldem kritischen Austausch die Freude über die Zusammenkunft und die fantastischen Rahmenbedingungen in der Nordrhein-Westfälischen Landesvertretung nicht zu kurz kamen, kann man auf den Bildern des Kongresses aber sehr gut erkennen. Damit auch diejenigen, die nicht dabeisein konnten, etwas davon haben, haben wir bereits einige Vorträge des vivavelo Kongresses online gestellt, alsbald werden weitere ergänzt.

Foto: Nora Erdmann