11.12.2019

Mehr Klimaschutz im Verkehr!

Laut Pariser Abkommen muss Deutschland noch vor 2030 den Großteil seiner Treibhausgasemissionen einsparen. Der Bereich Verkehr liegt derzeit immer noch auf Platz drei der größten Verursacher von Emissionen und konnte die gesetzten Einsparungsziele bisher nicht erreichen. In einem aktuellen Analysepapier schlägt das Umweltbundesamt (UBA) nun umfangreiche Maßnahmen vor, mit denen die Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors drastisch eingedämmt werden können.

  • strenge rechtliche Vorgaben für mehr Effizienz bei Neufahrzeugen: anspruchsvolle EU-Flottenzielwerte für CO2 für Pkw und Lkw auf Basis realitätsnaher Testzyklen fortschreiben
  • Elektromobilität deutlich stärker fördern, zum Beispiel durch verpflichtende Zulassungsquoten für E-Autos
  • eine nachhaltige Verkehrsinfrastruktur wie ÖPNV und Radwege ausbauen
  • umweltschädliche Subventionen wie das Steuer-Privileg für Dieselkraftstoff abbauen
  • eine fahrleistungsabhängige Maut für alle Straßenfahrzeuge einführen

Das UBA unterstützt damit die Forderungen zahlreicher Initiativen und Umweltverbände nach einer deutlichen Intensivierung der Anstrengungen Deutschlands für den Klimaschutz und betont: "Die Klimaschutzziele des Paris-Abkommens sind sehr ambitioniert, doch die Instrumente zu ihrem Erreichen stehen bereit – sie müssen jedoch umgehend eingeführt und konsequent umgesetzt werden."