28.05.2019

Knolle statt Knöllchen

Foto: Jörg Farys

Ein Bündnis von zwölf Verkehrs-, Umwelt- und Behindertenverbänden hat jetzt eine Reform der Bußgeldkataloges gefordert, die deutlich weiter geht als die derzeitige Verordnung (BKatV): Falschparken soll  mit mindestens 100 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet werden, so das Forderungspapier. Flankiert wurde die Forderung von einer Petition. Ausgangspunkt war die Tatsache, dass die bisherige Regelung in ihrer regulierenden Wirkung offenbar nicht effektiv genug ist. Das Zuparken von Radwegen und das Parken in zweiter Reihe behindern und gefährden jedoch Verkehrsteilnehmende und schrecken so z.B. gerade diejenigen ab, die für das Radfahren begeistert werden sollen: die große Gruppe der "interessierten aber besorgten" Radfahrenden. Dazu das Forderungspapier: "Verkehrswende und Klimaschutz im Verkehr gelingen nur, wenn mehr Menschen zu Fuß, per Rad, Bus, Bahn, mit Carsharing-Angeboten, E-Bikes, oder E-Autos unterwegs sind. Ein schneller, pünktlicher Bus-und Tram-Verkehr, attraktive und sichere Rad-und Gehwege sowie Respekt vor den Verkehrsflächen Anderer sind dafür Voraussetzung."
Am Rande einer Sitzung des Verkahrsausschusses wurde nun stellvertretend von VSF, VCD, der Initiative Clevere Städte sowie dem Vorstand des Parlamentskreises Fahrrad ein Brief und die 33.000 Unterschriften der Petition an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer überreicht.

Foto: Jörg Farys