26.04.2018

Das Auto kostet, das Fahrrad nutzt!

Die auf dem fünften vivavelo Kongress verkündeten Zahlen lassen aufhorchen: Professor Stefan Gössling von der Universität Lund und Linnaeus Universität in Schweden hat mit seiner Kosten / Nutzen Analyse von Auto und Fahrrad eine Studie präsentiert, nach der das Auto pro gefahrenem Kilometer gesellschaftliche Kosten in Höhe von 20 Cent generiert, die nicht von Steuern und Abgaben gedeckt sind. Ausgehend von den durchschnittlich gefahrenen Kilometern pro Jahr summieren sich diese Kosten auf 4000€ pro Jahr und Auto.
In krassem Gegensatz dazu steht die Analyse des Fahrrades: hier ergab sich ein gesellschaftlicher Nutzen in Höhe von 30 Cent pro gefahrenem Kilometer. Seine Schlussfolgerungen decken sich mit den Forderungen sämtlicher Förderer des Radverkehrs und geben ihnen eine wirkmächtige Argumentationshilfe zur Hand. Seiner Aussage nach werden "Kosten-Nutzen Berechnungen (...) nicht konsequent genutzt, um gesellschaftliche Kosten verschiedener Verkehrsträger zu erheben und zu vergleichen. Dadurch wird das Auto subventioniert, während der gesellschaftlich ‚gewinnbringende’ Fahrradverkehr nicht adäquat durch Investitionen gefördert wird.". Als Konsequenz empfiehlt er, die Investitionen in den Radverkehr deutlich aufzustocken und schlägt vor, das Fahrrad proportional zum Auto zu fördern.

Die genauen Studienergebnisse können hier nachgelesen werden.