Grußwort von Prof. Dr. Klaus Töpfer

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... Anfangs fast unbemerkt, jetzt aber immer schneller und bewusster erobern sich die Menschen wieder ihre Städte. Verkehrsberuhigte Wohnbezirke, größere und umfassendere Fußgängerzonen belegen, dass die Urbanität einer Stadt durch eine Begrenzung und Vermeidung von Automobilverkehr wesentlich gewinnt. Nicht der weitere Ausbau breiter Straßenzüge, sondern eine kluge Vernetzung der verschiedenen Verkehrsmittel ist zum Leistungskriterium kommunaler und regionaler Verkehrsplanung geworden. Der „Öffentliche Raum“ wird von den Bürgerinnen und Bürgern wieder entdeckt und belebt, Marktplätze und Grünanlagen, und Flaniermeilen schaffen die Atmosphäre von Lebensqualität. Damit eng verbunden ist eine Veränderung des Mobilitätsverhaltens.

Diese Renaissance des Fahrrads hat die Bedeutung der Fahrradwirtschaft stärker erhöht, als dies landläufig angenommen wird. Über 220.000 Menschen sind bereits gegenwärtig in der Fahrradbranche beschäftigt, einschließlich des immer mehr an Bedeutung gewinnenden Fahrradtourismus! Nicht überraschend in Kenntnis der Tatsache, dass in Deutschland pro Jahr 2,3 Millionen Fahrräder hergestellt werden bei einem Verkauf von insgesamt gut 4 Millionen Stück. Mit Fahrrädern, Zubehör und Dienstleistungen wird ein Gesamtumsatz von 5 Milliarden Euro erwirtschaftet!
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